Datum:
22.08.2026 - 29.08.2026
Ferienleitende gesucht:
nein
Angebot:
Jugendliche/Erwachsene
Status:
Unser Feriendomizil Tiefencastel bietet uns Gelegenheit, Postautofahrten in alle Richtungen zu unternehmen. So erreichen wir über den Albula- und Julierpass das Engadin. Die Region St. Moritz und Pontresina lassen uns in eine wunderschöne Bergwelt eintauchen. Die Via Mala Schlucht raubt uns den Atem, und auf der Lenzerheide schnuppern wir die Bündner Bergluft. Das und vieles mehr wirst du in dieser Woche erleben. Sei dabei, wir freuen uns.

Kursbericht Postautoferien Tiefencastel 2026
Am Samstag, 22. August startete eine reisefreudige Insieme-Gruppe im Oldiepostauto am Sihlquai Richtung Graubünden. Unsere Ferienwochenleiterin Rita Balmer begrüsste die Fahrgäste und kündigte die schöne Fahrt über den Klausenpass an. Den ersten Stopp gab es in Altdorf beim Telldenkmal, wo «Mulörgeler», Feriengast Hans, mit einer passenden Melodie sein Können zum Besten gab. Diese Woche stand unter dem Motto «tierisch». Und so erzählte uns Betreuer Erwin die bekannte Grenzlauf-Sage vom Urnerboden, in der zwei Hähne über die Kantonszugehörigkeit der grössten Alp der Schweiz entschieden. Dann begannen die vielen Kehren bis zur Passhöhe, wobei bereits viele DüDaDos erklangen, sehr zur Freude unserer Gäste. Beim Mittagslunch auf dem stürmischen Klausenpass spürten wir den kühlsten Moment der ganzen Woche. Weiter gings hinunter, am Urnerboden mit den unzähligen weidenden Kühen vorbei und via Linthal über den Kerenzerberg mit Sicht auf den türkisblauen Walensee. Mit vielen Eindrücken erreichten wir unser Hotel Albula & Julier in Tiefencastel.
Am Sonntag durften wir uns von der langen Anreise erholen: Ausschlafen, Lotto und Mittagslunch im Sääli und am Nachmittag Fahrt mit dem ÖV nach Savognin. Dort verweilten wir beim gleichnamigen künstlich angelegten kleinen See, kaum vorstellbar, dass dieses Gelände im Winter als Parkplatz dient. Zwei Männer wagten ein Bad im eher kühlen Wasser, andere umrundeten den See, einige sogar zweimal und alle gönnten sich beim Kiosk ein Glace oder Getränk, wobei uns viele Wespen Gesellschaft leisteten.
Am Montag fuhren wir über den Julierpass nach St. Moritz. Aber es wären nicht Postautoferien, wenn Chauffeur Rolf auf direktem Weg zum Ziel fahren würde. Es ging zuerst hinauf zu den kleinen schmucken Dörfern, deren Kirchtürme man jeweils nur von unten sieht. Von dort aus sahen wir auch auf das gegenüberliegende Dorf Brienz hinunter mit dem eindrücklichen Felsabsturz. Der St. Moritzer See war unser Ziel, an dessen Ufer wir unser Picknick genossen. Die Zeit verging im Flug mit Spazieren, Käfelen mit und ohne Dessert oder beim Entdecken des mondänen St. Moritz. Müde vom Engadiner Wind machten wir uns auf die Rückreise mit einem letzten Blick auf den Silvaplanersee mit den vielen Kitesurfern. In der Nacht kam der angekündigte grosse Regen.
Der Dienstag begann wolkenverhangen. Auf einer mystischen Fahrt durch Nebelschwaden bewegten wir uns in den Kanton St. Gallen durch das Taminatal. Getreu unserem Motto konnten wir unweit der Strasse Rehe und Rudeln von Gämsen entdecken. Unser erstes Ziel war der Gigerwaldsee, immer noch wolkenverhangen jedoch reizvoll. Dann lockte die Wähe im nahegelegenen Rest. Gigerwald. Eine stattliche Gruppe wagte den Weg zu Fuss vom Stausee zum Restaurant hinunter. Bald lichteten sich die Wolken und gaben den Blick auf ein imposantes Bergpanorama frei. Auf der Rückfahrt staunten wir über die Schönheit dieses Tals.
Unser Ziel am Mittwoch war das Lido beim Heidsee in Lenzerheide, resp. die grosse Grillstelle. Dort zauberte das Kochteam mit Rita B., Erwin, Markus und Urs für uns ein feines Couscous mit Poulet auf die Teller, gekocht in drei Pfadikesseln. Am idyllischen See ging es tierisch zu und her. Einige fanden putzige Tierchen auf dem Eichhörnliweg, während Hans mit seiner Mundharmonika über längere Zeit eine Entenschar bezirzte. Plötzlich erschien ein Hirsch und verteilte tierische Guetzli und ein Fuchs mischte sich auch darunter… Nach der kurzen Rückfahrt zum Hotel blieb noch Zeit für einen Kinofilm. Betreuer Markus zeigte uns den berührenden Film «Mein Freund Barry» über Freundschaft und Mut. Beim Happy End blieb kein Auge trocken.
Rolf empfing uns am Donnerstag in einer alten Postuniform und verteilte Billette. Die Reise führte über den Albulapass, dann mitten durch die wunderbaren Engadiner Dörfer – eben Postautoferien – nach Zernez. Beim steilen Aufstieg zum Picknickplatz kamen einige kräftemässig an ihre Grenzen. Doch sie wurden belohnt mit einer feinen Cervelat von Grillmeister Erwin und seinem Assistenten Urs und einer tollen Sicht auf Zernez und das Tal. Wir feierten den Geburtstag von Ines mit einem leckeren Heidelbeercake. Die Kerzen wurden vom Wind, nicht von Ines ausgeblasen. Dann folgte der Abstieg zum Nationalparkzentrum, wo wir mit einem Film über den Eichelhäher und weiteren Informationsquellen viel Interessantes über die Wildtiere und deren Überlebensstrategien erfuhren. Zurück gings über den Flüelapass.
Am Freitag hiess es früh aufstehen. Wir wurden in Davos, der höchstgelegenen Stadt Europas, in einer Molkerei zu einem Rundgang empfangen. Durch einen Film und einer interessanten Führung erfuhren wir viel über die Verarbeitung der Milch aus den umliegenden Alpen. Nach der Degustation der verschiedenen Käsestückli konnte jede Gruppe ihren eigenen Weg gehen. Trotz unsicherem Wetter war es möglich, draussen zu picknicken. Später begegnete man sich in einem Café oder Restaurant zu Glacé oder anderem Dessert wieder. In Davos Platz stiegen wir in einen Nostalgiezug, der sich unter anderem mit einfachen Holzbänken und grosser Geräuschkulisse von den heutigen komfortablen Zügen stark unterscheidet. Während der Fahrt wurden wir dank Gast Paul’s Geburtstag nochmals mit einem feinen Aprikosencake verwöhnt. Ab Filisur fuhr uns Rolf zum Hotel zurück, wo bereits wieder Kofferpacken angesagt war.
Am Samstag hiess es Abschied nehmen vom umsichtigen Gastgeberpaar Schuler und dem aufmerksamen Personal, von denen wir uns sehr willkommen gefühlt haben. Bei schönstem Wetter fuhren wir sehenswerte Umwege – eben Rolfs Postautoferien – durch die Rheinschlucht, das Safiental, durch typische Bündnerdörfer über den Oberalppass nach Andermatt. Dort assen wir unseren Mittagslunch bei ungewohnt kühlen Temperaturen. Nachher ging es zügig Richtung Zürich, wo Rita die bereits obligaten Schoggistengeli für Hin- und Rückfahrt verteilte. Einmal mehr gelang es Rolf auf die Minute genau, den Sihlquai zu erreichen. Nach einer abwechslungsreichen, wunderbaren Woche mit viel Wetterglück verabschiedeten wir uns und freuen uns bereits auf die nächsten Insieme-Abenteuer.
Ein grosses Dankeschön geht an Rita Balmer für die abwechslungsreiche, bis ins letzte Detail organisierte, fantastische Ferienwoche. Ebenfalls ein Dankeschön an Chauffeur Rolf für die angenehmen und sicheren Fahrten.
Im Namen des Betreuerteams
Rita G.