• Datum:

    14.02.2026 - 21.02.2026

    Ferienleitende gesucht:

    nein

    Angebot:

    Jugendliche/Erwachsene

    Status:

    Bericht lesen

Mit dem insieme-Bus erkunden wir eine Woche lang die schöne Schweiz mit wenig Gepäck, viel Musik und einer Prise Abenteuer. Wir übernachten an verschiedenen Orten, tanzen, entdecken die Umgebung und geniessen das Freiheitsgefühl des Unterwegsseins.

Kursbericht Roadtrip 2026

Am Samstag Mittag treffen wir uns alle am insieme Treff. Schnell verladen wir das Gepäck in die Büssli – wir können es kaum erwarten, loszufahren! Mit lauter Musik und grosser Vorfreude starten wir Richtung Süden. Nach vier Stunden Fahrt und einem kurvenreichen letzten Stück erreichen wir gegen 17 Uhr das Dorf Vergeletto im Onsernone-Tal. Ein typisches Tessiner Dorf mit Steinhäusern und kleinen Gassen. Wir müssen noch kurz auf den Schlüssel warten, dann können wir hinein und unsere Zimmer beziehen. Richtig schön warm und gemütlich ist das hier! Alle helfen mit: Kochen, Tischen, Abwasch sind so fix gemacht. Heute gibt es Reis mit Kichererbsen-Curry und Tofu und zum Dessert essen wir noch den berühmten Zitronenkuchen von Stella – sehr fein! Nach dem Znacht hängen wir noch im Gemeinschaftsraum, spielen Lotto oder Uno oder lesen noch gemütlich im Zimmer. Aber nach der langen Fahrt sind doch alle recht früh müde und schon bald hört man aus allen Zimmern leises Schnarchen.

Am nächsten Morgen schlafen wir aus und der erste Blick aus dem Fenster macht gleich gute Laune: das malerische Dorf, dahinter die Berge und das alles in strahlendem Sonnenschein. Mit gutem Kaffee und Broten gestärkt, machen wir uns bald auf, Vergeletto zu erkunden. Es liegt noch Schnee, aber Fluss und Bachläufe bahnen sich schon wieder ihren Weg zwischen Fels und Eissäulen. Und in der Sonne ist es richtig warm! Man kann den Frühling richtig in der Luft spüren! Dann haben wir noch grosses Glück. Eigentlich hat der Dorfladen sonntags geschlossen, aber extra für uns sperrt die Mitarbeiterin kurz auf. Wir kaufen ein paar regionale Spezialitäten, Postkarten und Käse für unsere Pasta. Vergeletto ist bekannt für seine besondere Art, Maismehl herzustellen. Auf einem kleinen Wanderweg kann man vieles über die alten Mühlen erfahren und einige Rätsel lösen. Die ersten zwei Stationen meistern wir gemeinsam als ganze Gruppe, danach geht ein Teil zurück zum Haus. Der Rest läuft weiter den schmalen Pfad neben dem Wasserfall hinauf und bestaunt weitere Mühlen und den alten Waschplatz von Vergeletto. Schliesslich müssen wir die Schuhe ausziehen, um den Bachlauf zu durchqueren – und haben viel Freude an diesem kleinen Abenteuer. Auf der anderen Seite angekommen, liegen wir noch in der Sonne auf den warmen Felsen und kehren, kurz bevor sie hinter den Gipfeln verschwindet, zum Haus zurück. Nach einer kleinen Pause laufen wir noch zur Beiz im Ort und trinken eine Limonade, danach singen wir bis zum Znacht Karaoke, dass die Wände wackeln. Zum Znacht gibt es Spaghetti mit Tomatensauce – wir schlagen uns so richtig den Bauch voll. Schnell machen wir zusammen den Abwasch und dann gibt es eine weitere Karaokeshow – so richtig mit Bühnenlicht und lauten Beifall. Nach einer Stunde sind unsere Kehlen heiser und wir haben für heute genug. Während manche noch gemütlich den Tatort schauen, gehen andere schon ins Bett.

Am nächsten Tag essen wir die übrige Pasta zum Zmorgen – wir können sie ja schlecht mit nach Italien nehmen, denn heute geht es weiter Richtung Bologna. Nach dem Essen packen wir fertig, räumen noch ein wenig auf und beladen dann fix die Busse. Heute früh haben wir beim Blick aus dem Fenster doch gestaunt: alles war weiss gepudert, in der Nacht hat es geschneit. Die Strasse ist zum Glück trotzdem frei und wir fahrenden kurvigen Weg nach Locarno hinab und dann auf die Autobahn Richtung Milano. An einem Autogrill machen wir Rast und essen unseren mitgebrachten Lunch, dann fahren wir die letzten eineinhalb Stunden nach Bologna. Wir sind richtig froh, als wir beim Hostel ankommen. Die Leute vom Hostel sind mega freundlich und wir haben schöne, grosse Zimmer. Jetzt heisst es in Ruhe ankommen, duschen oder einfach chillen. Um 18:30 treffen wir uns wieder in der Lobby. Die netten Leute von der Rezeption haben uns eine Pizzeria empfohlen, dort spazieren wir nun gemeinsam hin. Die Pizza ist sehr fein und die Laune gut. Nach dem Essen gehen wir noch am Markt ein Getränk trinken, in ausgelassener Stimmung laufen wir zurück zum Hostel und treiben unterwegs allerlei Schabernack. Jetzt sind wir aber wirklich alle richtig müde!

Am Dienstag essen wir im Hostel Combo Zmorge, es gibt ein richtiges Buffet und frischen Kafi und Cappuccino. Dann machen wir uns parat, um Bologna zu erkunden. Italien belohnt uns mit blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein. Eigentlich wollen wir eine Busrundfahrt machen – aber heute fahren sie gar nicht. So ein Ärger! Wir lassen uns aber die gute Laune nicht verderben und schlendern durch die Altstadt, schauen uns die hübschen kleinen Gassen, die bunten Häuser und die imposante Kirche an. Einige packt das Shoppingfieber und als wir uns in einem Café auf ein Getränk niederlassen, sind die meisten schon ein paar Euros leichter. Dann suchen wir uns ein nettes Bistro zum Zmittag, weil wir so viele sind, schliessen sie uns extra einen Raum auf, den wir ganz für uns allein haben. Nach dem Essen spazieren wir bald zurück zum Combo und machen ein wenig Pause. Alle ausser einer kleinen Gruppe, die immer noch nicht genug vom Shopping hat und noch fix in den Brocki geht. Am Abend treffen wir uns und nehmen den Bus in einen anderen Teil von Bologna und nehmen in einer hippen Bar einen Apéro, danach gehen einige noch in ein Restaurant, während die jüngeren (und müderen) die Pizza mit heimnehmen und ganz ausnahmsweise im Hotelbett essen. Ach, ist das schön, so ein faules Leben!

Mittwoch ist schon unser letzter Tag in Bologna, heute fahren wir nach dem Zmorgen mit dem Bus eine halbe Runde um die Stadt und laufen vom anderen Ende aus zurück. Wir finden einen Park, wo einige ausgelassen toben, dann wandeln wir unter den vielen Säulengängen der Stadt, bis wir keine Lust mehr haben und in einer Markthalle Zmittag essen. Heute Nachmittag gönnen wir uns eine längere Pause, dann gehen wir in ein Bistro und später noch in einer kleinen Bar auf dem Markt ein Abschiedsgetränk nehmen.

Den Donnerstag verbringen wir fast komplett im Auto. Sieben Stunden Fahrt sind es von Bologna bis nach Nesslau im schönen Toggenburg. Aber eine Sache haben wir noch zu erledigen in Bologna: wir fahren mit dem Auto den Hügel hinauf zur Basilica de San Luca, die wir die letzten Tage immer am Horizont gesehen hatten, um nun von dort auf die Stadt hinabzublicken. Als wir oben ankommen, pfeift uns der Wind um die Ohren und der Regen peitscht uns ins Gesicht. Aber wir trotzen dem Wetter, stemmen uns den Bögen entgegen und erklimmen die Stufen zur Basilica. Unter uns liegt die Stadt, wir schauen die Kirche an, machen noch ein Foto und dann schnell zurück ins warme Auto. Mit kleinen Stopps kommen wir schliesslich gegen 18 Uhr in Nesslau an. Unsere Ferienwohnung hat zwei Stockwerke und das Badezimmer schaut aus wie ein Wellness-Tempel. Da staunen wir nicht schlecht. Znacht essen wir bei Heidi im Atelier. Sie hat ein richtiges Luxusdinner für uns aufgetischt. Mehrere Salate, Erdäpfel aus dem Ofen, Lammfleisch, Linsenkroketten, Bohnen und allerlei Dips – wir schlagen uns die Bäuche voll, bis wir fast zerbersten. Aber ein kleines Dessert hat trotzdem noch Platz. Müde und vollgefressen fallen wir zurück in der Ferienwohnung in die Betten.

Am Freitag machen wir einen faulen Tag, trinken in der Ferienwohnung einen ersten Kaffee und machen uns dann auf zu Heidi zum Brunch. Und die hat mal wieder richtig aufgetischt, mega feines selbst gebackenes Brot, hausgemachte Konfi, sogar Gipfeli, Rösti, eine Tofupfanne und noch unzählige Leckereien mehr erwarten uns. Heidis Studio ist mega gemütlich, es gibt einen grossen Tisch, wo wir puzzeln und eine bequeme Couch zum Rumlümmeln. Am Mittag macht sich dann eine kleine Gruppe mit dem Auto auf zum Brocki, der Rest chillt noch ein wenig und macht dann einen kleinen Spaziergang durch das Dorf. Draussen gibt es grauen Himmel und Schneematsch und so vertrödeln wir den Nachmittag mit Spielen, Hörspielen und Gesprächen. Nur zwei Sportskanonen gehen noch ins örtliche Hallenbad und schwimmen und tauchen dort um die Wette, bis wir uns zum Znacht wieder treffen. Heute gibt es Pilzrisotto, mmhh so fein! Danach legen einige noch einen Verdauungstanz aufs Parkett, während andere das Puzzle fertig machen oder vor dem warmen Ofen hängen. Unglaublich, dass das schon unser letzter Abend ist.

Am Samstag geht es nach dem Zmorgen mit den Büssli wieder heim nach Zürich – mit ganz vielen tollen Erinnerungen im Gepäck.