• Datum:

    23.05.2026 - 30.05.2026

    Ferienleitende gesucht:

    nein

    Angebot:

    Jugendliche/Erwachsene

    Status:

    Bericht lesen

Dieses Ferienangebot richtet sich an alle Kunstinteressierte.Tobst du dich gerne kreativ aus? Von Siebdruck bis grossformatigen Kunstwerken ist alles dabei. Gerne dürfen auch eigene Ideen und Wünsche miteingebracht werden. Ausflüge, Sonne tanken und Entspannung werden in Genolier ebenfalls nicht zu kurz kommen.

Kursbericht Kunstferien Genolier vom 23 – 29. Mai 2026

Samstag, 23.5.26
Nachdem sich die Crew schon 2 Stunden vorher in der Oase im Hauptbahnhof zum Kennen lernen und vorbesprechen getroffen hatte trafen sich alle Gäste und Leiter beim Busbahnhof am Sihlquai pünktlich um 13:00 Uhr.
Etwas im Ungewissen waren wir allerdings über unseren Küchenchef Ashan, der wegen einer Verletzung am Bein im Notfall eines Spitals weilte und wir keine direkte Verbindung hatten. Damit war auch verbunden, dass wir im Ungewissen waren über den Kleinbus mit unseren ganzen Kunst – und Küchenutensilien. Es gab nur eine kurze Nachricht der Mutter von Ashan, dass wir losfahren sollten, und sie würde mit dem Kleinbus, zusammen mit Ashan nachkommen.
Pünktlich um 13:30 fuhren wir alle mit einem netten Chauffeur in einem schwarzen Car mit Anhänger von Zürich über Altstetten auf die Autobahn gehn Bern. Nach einer kurzweiligen Fahrt mit netten ersten Begegnungen, einer Pause und musikalischer Beschallung kamen wir um 17:30 an und konnten unser Feriendomizil – die Kolonie de Genolier – in Besitz nehmen. Wir waren erstaunt über die grosszügigen, hellen Atelier-Räume und bald fand jeder einen Platz zum sich einrichten im Wohntrakt.
Mit dem Znacht war es nicht ganz so einfach: Da wir ja kein Auto zur Verfügung hatten und auch keine Nahrungsmittel, blieb uns keine andere Wahl als für jeden eine Pizza zu bestellen. Das war für das gesellige sich Einfinden am neuen Ort eine ganz gute Lösung.
Zufrieden und gespannt auf die Woche gingen wir alle ins Bett. Nur Emanuel hatte die Aufgabe in der Nacht noch das Küchenteam hereinzulassen.

Sonntag, 24.5.26
Der Sonntag begann mit einem Frühstücksbüffet, von den inzwischen eingetroffenen Köchen vorbereitet. Da das Atelier wegen der späteren Ankunft des Busses noch nicht ganz vorbereitet war, entschieden wir, den Sonntagsausflug auf den Vormittag vorzuziehen. Wir fuhren mit 6 von 8 Teilnehmern nach Nyon. Dort besuchten wir eine kleine Kirche direkt am See. Dort fand gerade eine Hochzeit statt. Dann gingen wir auf den Flohmarkt am Ufer. Zum Mittag fuhren wir zurück in die Unterkunft.

Am Nachmittag begann das Kunstprogramm. Sabine führte uns theoretisch und praktisch in das Mandala ein. Die am Vormittag in der Unterkunft zurückgebliebenen Gäste hatten in der Zwischenzeit Material wie Steine, Zapfen und Stöcke gesammelt. Mit diesen wurde nun ein Mandala auf der Wiese gelegt. Anschliessend gingen wir ins Atelier um dort mit Stift, Zirkel, Schablonen und dergleichen Mandalas zu Papier zu bringen.

Am Abend waren alle sehr müde und wir gingen recht zeitig zu Bett.

Montag, 25.5.26
Es war eine ruhige Nacht. Schon nach 6 Uhr sind die ersten Gäste auf, malen, trinken einen Kaffee, geniessen den Sonnenaufgang. Nach dem feinen Frühstück gehen wir gestärkt ins Kunstatelier. Sabine zeigt uns, wie wir wunderschöne Mandalas auf unsere Leinwände zaubern und verzieren können. Sabine feiert heute Geburtstag und natürlich singen wir für sie ein Happy Birthday. Wir arbeiten konzentriert.
Nach dem feinen Reis-Curry-Mittagessen gibt es eine Siesta. Danach fährt eine grosse Gruppe nach Nyon. Dort steigen sie auf ein Schiff und fahren nach Yvoire in Frankreich, wo die einen spazieren gehen, die andern ein Glace geniessen. Die Gäste, die lieber im Ferienhaus bleiben, malen, gehen in den Wald Blätter suchen und singen zusammen.
Das Wetter ist sonnig und warm. Wir geniessen es, sind gerne draussen im Garten mit den schönen Bäumen, hören die Vögel singen. Wir sind glücklich und gerne hier in Genolier. Die Stimmung ist gut, das Essen wunderbar. Alle sind gesund, wohlauf und gehen müde schlafen.

Dienstag, 26.5.26
Der Tag startete wie immer mit einem gemütlichen, entschleunigten Frühstück, bis wir uns dann im Atelier trafen um die nächste, geplante Technik zu erproben: Mixed-Media. Dabei arbeiteten wir mit unterschiedlichen Materialien, betupften, strichen und klebten ein Blatt was wir zuvor vorbereiteten und dann beklebten. Im Gegensatz zu den Mandalas, konnte nun ein wenig freier gearbeitet werden, mit allerlei unterschiedlichen Materialien, was einigen Teilnehmenden leichter und weniger leicht fiel.
Gegen 13Uhr gab es dann Mittagessen. Ashan und Dinia zauberten uns erneut ein superleckeres Essen: Auberginen, Schnitzel mit Backbanane, Ofen Kartoffeln und Coleslaw. Nach dem Mittag bereitete sich die erste Gruppe vor, um ins Museum nach Lausanne zu fahren. Wir besuchten die Ausstellung “Art Brut”- eine Ausstellung die Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen und selbst gemachte Kleidung zeigte, überwiegend von marginalisierten Personengruppen, die tägliche Ausgrenzungen und Diskriminierungen erlebten. So etwa Menschen mit langjährigen psychischen Erkrankungen, Behinderungen, Menschen die inhaftiert waren und Senior*innen. Sie alle Nutzten Kunst als persönliches Ausdrucksmittel, als freischaffende Künstler*innen- demnach fernab von einem klassichen Bildaufbau, Kompositionen und Leistungsgedanken. Die ausgestellte Kunst gab den Eindruck, dass alles möglich sei. Alle Teilnehmer*innen, vor allem auch Conny, Regina, Kurt, Dimitar und Marie Lou waren sehr begeistert und inspiriert.
Die zweite Gruppe hingegen blieb in der Unterkunft, arbeitete weiter im Atelier und entspannte ein wenig. Am Abend trafen wir uns wieder und assen gemeinsam zu Abend- zum Nachtisch gab es Connys Lieblingsdessert: Schokopudding.
Zum Abschluss des Abends wurde gemeinsam gesungen, Gitarre und Ukulele gespielt und gepuzzelt.

Donnerstag 28.5.26
Um 6 Uhr sind die ersten Gäste schon wach und munter. Wieder ist schönes Wetter und wir freuen uns auf den neuen Ferientag!
Zum Morgenessen gibt es Gipfeli, wie Claudia gewünscht hat.
Dann gehen wir in unser schönes Kunstatelier. Wir bemalen unsere weissen T-Shirts mit farbenfrohen Mandalas. Das macht Spass. Toll, unsere textilen Kreationen!
Nach dem feinen Mittagessen fährt eine grosse Gruppe nach Le Vaud in den Tierpark La Garenne. Wir entdecken Wölfe, Luchse, Geier, Steinböcke und sogar ein Krokodil. In der Buvette können wir etwas trinken. Es ist sonnig und heiss.
Brigitte und Thomas gehen im kühlen “Bois des Chênes” unweit von Genolier wandern. Es ist ein grosses Naturschutzgebiet. Beide sind sehr begeistert.
Eine andere kleine Gruppe bleibt zuhause. Sie malen, schreiben Postkarten, singen, erholen sich.
Vor dem Nachtessen sind wir wieder alle zusammen und erzählen einander, was wir erlebt haben. Wir sind glücklich und zufrieden.
Zum Nachtessen gibt es Pasta mit feiner Pesto-Sauce und ein Erdbeerendessert.
Der Abend ist mild. Wir sind im Garten. Einige malen und schreiben am grossen Wochenplakat. Andere singen im Kreis zu Gitarre und Ukulele. Einige sind müde und ruhen sich aus. Es war ein abwechslungsreicher Tag!

Freitag 29.5.26
08:30Uhr und alle kamen allmählich zum Frühstück, gerade erst aufgewacht oder schon länger wach, am puzzlen, malen oder unterwegs auf einem kleinen Spaziergang.
Nach dem Frühstück planten wir Betreuer*innen den Ablauf des Tages: eine kleine Ausstellung aller Bilder der letzten Woche mit anschliessender Diashow, Snacks und Musik.
Zunächst aber arbeiteten wir weiter an noch nicht vollendeten Werken, die wir bis zum Mittagessen um 13:15 Uhr fertigstellen wollten. Während die einen an ihren Werken arbeiteten, wurde draussen das Wochentagebuch beendet.
Nach dem Mittagessen gab es erstmal eine Mittagspause bis 15 Uhr- danach ging es allmählich weiter mit dem Packen der Koffer- wobei der gesamte Nachmittag durchzogen von viel Entspannung und Energie sammeln war, für das noch anstehende Abendprogramm.