Datum:
28.02.2026 - 06.03.2026
Ferienleitende gesucht:
nein
Angebot:
Jugendliche/Erwachsene
Status:
Möchtest du die schöne Region Interlaken kennen lernen oder neu entdecken? Dann sei dabei! Gemeinsam werden wir einheimische Sportarten kennenlernen und einen Einblick erhalten. Auch kommen wir in den Genuss von kunsthandwerklichen Besonderheiten. Nach Lust und Laune können wir auch einen Spaziergang durch Interlaken mit vierbeinigen Freunden planen. Wir freuen uns auf dich!

Kursbericht der Ferienwoche in Interlaken anfangs März 2026
Samstag, 28. Februar
Am frühen Nachmittag trafen wir uns in Zürich und reisten gemeinsam mit dem Car nach Interlaken. Wir, die Gruppe «Besonders», sieben Gäste mit einer kognitiven Beeinträchtigung, sechs Begleitpersonen und ich, als Leiterin. Die Begleitpersonen lernten ihre Gäste kennen und kommunizierten zum ersten Mal mit ihnen. Dasselbe erlebten auch die Gäste mit den ihnen noch unbekannten Personen, die sie in der kommenden Woche begleiten würden. Die Fahrt war angenehm, und am Ziel wurden wir vom Sonnenschein begrüsst. In Interlaken angekommen, checkten wir im Hotel ein, bezogen die Zimmer und packten die Koffer aus. Bald darauf stellten wir uns gegenseitig vor und erzählten einander, warum wir nach Interlaken mitkamen. Ich spürte Freude und dass alle gespannt waren auf die bevorstehende Woche.
Es gab ein feines Nachtessen und die meisten schliefen gut.
Sonntag, 1. März
Heute stand «Chrömlibacken» auf dem Programm.
Im Aktivierungsraum des Hotels arbeiteten wir mit verschiedenem Teig. Dieser hatte uns die Küche des Hotels Artos vorbereitet. Wir durften ihn auswallen, «Chrömli» ausstechen, auf ein Blech legen, backen und am Nachmittag die Biscuits noch verzieren, sowie in Säckli abfüllen.
Das Ergebnis war bewundernswert und sowohl die Gäste als auch die Begleitpersonen hatten Freude dabei.
Montag, 2. März
Wir fuhren mit Bus, Zug und Bus nach Thun. Wir waren ungefähr eine Stunde unterwegs und mussten zweimal umsteigen. Das funktionierte gut – trotz eines Rollstuhls, eines Rollators und Menschen, die nicht mehr so schnell gehen können. Wir erreichten unser Ziel wie geplant. Die Begleitpersonen unterstützten die Gäste bestens. Frau Leutwyler, die Korbflechterin und Besitzerin des Strohmuseums informierte uns sehr lebendig und zeigte uns viele geflochtene Schmuckstücke.
Dienstag, 3. März
Zeit zur freien Verfügung war vorgesehen, bevor um 16 Uhr das gemeinsame Programm begann. Unsere Gäste nutzten die Zeit zum Spazieren, zum Besuch der Ziegen in der Nähe oder zum Malen und Spielen im Aufenthaltsraum im Dachgeschoss. Die meisten spielten Lotto und konnten schöne Preise gewinnen.Wir assen warm zu Mittag und nahmen den Lunch zum Nachtessen mit. Täglich wurden wir sehr fein verköstigt. Auch das Zmorgebuffet sowie der Lunch, den wir uns täglich selbst zubereiten durften, waren fein und reichhaltig. So waren wir immer satt.
Am Abend führte uns das Programm erneut nach Thun. Dort hatten wir die Gelegenheit, eine Trainingseinheit der Handballmannschaft von Wacker Thun
(1. Mannschaft) mitzuerleben.
Unsere Gäste verfolgten das bewegte Training auf der Tribüne in der Turnhalle mit viel Interesse, Ruhe und Faszination. Die Spieler von Wacker Thun nahmen sich nach dem Training Zeit für uns. Sie unterhielten sich, verteilten Autogramme und waren gerne für Fotos mit uns bereit. Das war meines Erachtens ein besonderes Erlebnis.
Mittwoch, 4. März
Wir wurden im Hotel von vier Lamas zu einem Spaziergang durch Interlaken abgeholt. Einmal mehr begleitete uns die Sonne. Das Zusammensein mit diesen lieben Tieren gefiel allen sehr. Es half uns, den Alltag für einen Moment zu vergessen und bewusst zu erleben, dass wir in den Ferien sind. Das war auch ein Höhepunkt der Woche.
Donnerstag, 5. März
Wir genossen in einem Hochhaus aus dem 14. Stock eine herrliche Aussicht auf Interlaken, den Brienzer- und den Thunersee sowie auf die noch verschneiten Berge. Der Blick in die Weite beeindruckte uns sehr. Im Restaurant freuten wir uns über eine Tasse Kaffee und ein Stückl Kuchen. Interlaken eignet sich neben einem festen Wochenprogramm auch bestens zum «Lädele» und «Pöschterle».
Freitag, 6. März
Die Ferienwoche verging schnell. Die Gäste begaben sich zufrieden, aber auch mit Freude auf ihr zu Hause, auf den Heimweg.
Wir erlebten viele schöne Momente. Fröhlichkeit und Lachen begleitete uns immer wieder. Natürlich erlebten wir auch die andere Seite mit Ärger, Traurigkeit, Stresssituationen oder Unsicherheit.
Die Begleitpersonen, angehende Pflegefachfrauen und -männer, im zweiten Ausbildungsjahr, setzten sich mit grossem Engagement für ihre Gäste ein. Sie gingen geduldig mit ihnen um, sprachen viel mit ihnen und blieben immer ruhig.
Ich bedanke mich an dieser Stelle herzlich für ihren grossartigen Einsatz.
Das ist nicht selbstverständlich und für mich als Leiterin, schön zu erleben.
Barbara Borer – Gautschi