• Datum:

    03.05.2021 - 07.05.2021

    Ferienleitende gesucht:

    nein

    Angebot:

    Kinder und Jugendliche

    Status:

    Bericht lesen

Wir lernen zuerst in der Kletterhalle die nötigen Handgriffe und Regeln. Dann klettern wir, sofern das Wetter stimmt, an der Felswand. Dieses Angebot ist geeignet für Kinder ab 10 bis 18 Jahre.

Dieses Angebot wird als Ferienkurs durchgeführt. Die Teilnehmenden übernachten Zuhause. Der Kurs findet jeweils von 9.00 – 16.00 Uhr statt.

Klettern • abseilen • Spass haben

 
 

Kursbericht Kletterkurs vom 3. – 7. Mai 2021

Montag
Als wir uns um 9.00 Uhr auf dem Parkplatz der Saalsporthalle trafen, hatte wohl keiner der Kinder eine Ahnung, was ihn diese Woche erwartete, und was sie in den nächsten Tagen für Leistungen erbringen werden. Dass beim Klettern mehr dazugehört als einfach irgendwo irgendwie raufzuklettern wurde aber schon bald allen klar. Unser heutiges Ziel war die Kletterhalle in Sargans. Dort wurden wir von unserem Bergführer und Kletterlehrer Thomas Wälti bereits erwartet.

Unsere Klettergruppe setzte sich also aus einem Bergführer, zwei Sportkletterern und drei motivierten 10 bis11 jährigen Jungs zusammen. Zwei der Teilnehmenden haben eine Lernbehinderung, einer hat die Diagnose Autismus.

Nachdem wir mit dem Material und den Hallenregeln vertraut waren, begannen wir mit dem heutigen Thema «Toperope» klettern. Dies bedeutet, dass man jederzeit während des Kletterns mit einem Seil von oben gesichert ist. Die Kinder hatten alle grossen Spass, die Kletterwände zu erklimmen, man kann sagen: «Sie gaben alles». Während der Heimfahrt nach Zürich schliefen die einige der Teilnehmenden sichtlich zufrieden ein.

Dienstag
Heute stand bereits der erste Fels auf unserem Programm. Der Schollberg, nahe Sargans, bietet ideale Verhältnisse um die sogenannte Reibungskletterei zu üben. Bei dieser Technik steht man mit dem Kletterschuh möglichst grossflächig am Fels. Da die Wand nicht sehr steil ist, kann man sich bedenkenlos auf die Füsse stützen. Es braucht aber ein bisschen Vertrauen in die eigenen Füsse, dieses Vertrauen muss man erst gewinnen.
Leider konnte unser junge Autist nicht genügend motiviert werden, um heute auch am Fels das Klettern auszuprobieren. Deshalb blieb ein Betreuer mit ihm den ganzen Tag in der Kletterhalle und kletterte mit ihm dort verschiedene Routen. Am liebsten liess sich der Junge per Seil in die Hallenmitte hochziehen und schaukelte dort oben. Diese Situationen genoss er sehr.

Mittwoch
Vor zwei Monaten wurde in Wädenswil die grösste Kletterhalle der Schweiz eröffnet. Diese Möglichkeit wollten wir uns nicht entgehen lassen. Also trainierten wir heute im Gaswerk Wädenswil. Vom Personal der Kletterhalle wurden wir sehr nett begrüsst. Thomas Wälti brachte uns verschiedene Klettertechniken bei. So zeigte er uns was es bedeutet dynamisch zu klettern, was das Eindrehen bedeutet, und warum es wichtig ist mit Taktik zu klettern.
Für unseren autistischen Gast war die Kletterhalle in Wädenswil zu gross und zu laut. Er konnte sich nicht länger als eine Minute in der Halle aufhalten. Deshalb unternahm ein Betreuer mit ihm einen Tagesausflug nach Rapperswil. Dies war nur möglich, da wir genügend Betreuungspersonen dabei hatten, und weil sich die anderen Teilnehmenden sehr diszipliniert an die Hallen- und Kletterregeln hielten.

Donnerstag
Ein weiterer Höhepunkt erwartete uns heute. Wir fuhren in Richtung Trübbach. Nach einem kurzen Zustieg erreichten wir die Brochna Burg. Hier konnten wir die Felskletterei vertiefen. Diesmal nicht mit Reibungskletterei, sondern Felskletterei. Die Felsen hier sind ca. 30 m hoch und sehr steil. Nach einem gemütlichen Zmittag am Feuer wurde es am Nachmittag so nichtig spannend. Wir seilten aus 30 Metern überhängend ab. Die Kinder genossen es sehr und wollten gar nicht mehr aufhören. Deshalb kamen wir am Abend ein bisschen später nach Hause, aber die Verspätung war es Wert!

Freitag
Unseren letzter Tag verbrachten wir nochmals in der Kletterhalle Sargans. Neben einigen Tricks beim Bouldern war heute unser Schwerpunkt auf das Sichern und den Vorstieg gesetzt. Vorstieg bedeutet, dass der Kletterer das Seil jeweils selber einhaken muss, damit er fortlaufend gesichert ist. Im Nachstieg ist man stets von oben mit dem Seil gesichert. Die Kinder waren sehr aufmerksam und motiviert. Am Nachmittag konnten alle im Vorstieg einige Routen klettern und sich dabei unter Aufsicht unseres Bergführers gegenseitig sichern.

Beim Klettern spielen immer auch äussere Verhältnisse mit. Zum Glück hatten wir während dieser Woche zwei trockene Tage, an denen wir am Fels klettern konnten. Die Vielfalt der verschiedenen Klettermöglichkeiten konnten in dieser Woche ideal umgesetzt werden. Dies, weil insieme Zürich das nötige Auto zu Verfügung gestellt hat. An dieser Stelle Danke ich auch dem Bundesamt für Sozialversicherung für die finanzielle Untersützung, ohne die solche Kursangebote nicht durchführbar wären.

Der Kursleiter
David Fehlmann


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