• Datum:

    18.05.2019 - 25.05.2019

    Ferienleitende gesucht:

    nein

    Angebot:

    Jugendliche/Erwachsene

    Status:

    Bericht lesen

Wir begeben uns auf eine musikalische Reise und stellen gemeinsam ein Musikprojekt auf die Beine! Eine Woche lang werden wir an diesem Projekt arbeiten, werden zusammen singen, tanzen und musizieren. Im Anschluss an die Ferien führen wir unser Stück auf der grossen Bühne im insieme-Treff in Oerlikon auf. Natürlich bleibt auch genügend Zeit für das gemütliche Beisammensein sowie für kleinere Ausflüge in die schöne Umgebung von Laax.

Für Jugendliche und Erwachsene • Freude am Singen / Musizieren

Ferienangebot Eine musikalische Reise in Laax vom 18. bis 25. Mai 2019

 
Kursbericht Musikferien Laax, 18.-25. Mai 2019

Samstag, 18. Mai
Um 10.20 Uhr fuhr unser bis fast auf den letzten Platz besetzter Reisebus ab in Richtung Laax, in die dort zum fünften Mal in Folge stattfindenden Musikferien. Nach der “Weltreise” im letzten Jahr war diesmal das Motto “Musikalische Schweizer Reise”, und so erklangen zur Einstimmung auf das Thema schon bald die jeweils zur durchfahrenen Gegend passenden Schweizer Lieder durch den Bordlautsprecher: An des Zürchersees Pfnüselküste war dies “I han en Schatz am schöne Zürisee”, am Walensee… na ja, was wohl?
Unser Bus traf dann – wir hatten unterwegs noch je einen Feriengast und eine Betreuungsperson aufzugabeln – mit einiger Verspätung bei der Casa Caltgera ein, was unser Hungergefühl und die Vorfreude auf ein erstes feines Mittagessen noch verstärkte. Zum Verdauen dann die altbekannte Routine von Zimmerbezug, Auspacken, Einrichten und schliesslich der obligate Dorfspaziergang mit Berücksichtigung des lokalen Gastgewerbes.
Am Abend die zwar nicht bei allen restlos beliebte, aber dringend nötige Vorstellungsrunde, waren doch bei Gästen und Leiter/innen wieder zahlreiche neue Gesichter zu sehen.

Sonntag, 19. Mai
Unsere Woche startete gemütlich: Ein bisschen ausschlafen, ein reichhaltiger Brunch sowie ein fakultativer Gottesdienstbesuch waren angesagt, denn es war ja Sonntag. Dann teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Die “Neuen” durften sich in den Keller begeben, wo – alle Jahre wieder, aber diesmal eben nur für die, die noch nie in den Musikferien waren – Bastelsätze von Cajatons darauf warteten, zusammengebaut zu werden. Alle anderen, die “Wiederholungstäter” (in Bezug auf Teilnahme an insieme-Musikferien) trafen sich im Musiksaal zu einem gemeinsamen Singen und Musizieren. Der Hauptleiter wollte Gästen und Mitleitern etwas “auf den Zahn fühlen”, um zu sehen, was dieses Jahr musikalisch so möglich sein würde. Natürlich drehte sich jetzt schon alles um Lieder, die inhaltlich irgend einen geografischen Bezug zur Schweiz haben. Nach einem leichten Mittagessen und einer kurzen Siesta stiessen dann die Cajaton-Leute zu der Musiziergruppe, und so klangen die Lieder nun, weil alle “insieme” aus voller Kehle sangen, noch schöner als am Vormittag.
Das Abendprogramm bestand aus zwei spannenden Musik-Quizzen. Beim ersten galt es zu erraten, was die einzelnen Leitungspersonen für Musikgeschmäcker hatten. Welche Musik würden sie auf die einsame Insel mitnehmen? Das war die Frage. Beim zweiten Spiel wurden am Klavier Anfänge von Liedern, Songs und Instrumentalstücken gespielt, und wer zuerst den richtigen Titel nennen konnte, hatte gewonnen.

Montag, 20. Mai
Heute ging es weiter mit der Arbeit an den Cajatons, und nicht wenige kamen dabei so zügig voran, dass sie schon mit dem Bemalen beginnen konnten. War beim zusammenkleben der Kartonbauteile unverzichtbar noch eine gewisse Genauigkeit und Vorgabentreue erforderlich, so konnte nun der Kreativität freien Lauf gelassen werden. Und so wurde nach Lust und Laune mit dünneren und dickeren Pinsel, ja manchmal sogar mit Farbrollern, jede Menge Farbe auf die Cajatons aufgetragen. Ein Stockwerk weiter oben bot sich heute der Musiziergruppe ein etwas seltsames Bild: Die Leiter kamen mit leeren Flaschen einer allgemein beliebten Schweizer Biersorte zur “Probe”. Ja, auch damit lässt sich Musik machen, wie die langjährigen Musikferienteilnehmer bestens wussten: Unsere sogenannten “Alkoholiker-Orchester” waren legendär! Also versuchten wir auch diesmal wieder unterschiedlich gefüllten Flaschen per Panflöten-Technik Töne zu entlocken, was ganz und gar nicht einfach ist, weshalb das “Bierflöten-Ensemble” mit der Zeit auf eine ziemlich übersichtliche Grösse von 5 Spielern schrumpfte. Dafür schaffte man es mit der Zeit tatsächlich, das zur Biermarke passende Schweizer Lied zu flöten: Min Vater isch en Appezeller. Am Abend konnten Gäste und Leiter/innen aus drei zur Auswahl stehenden französischen Filmen abstimmen, welchen sie sehen wollten. Es siegten Monsieur Claude und seine “Multikulti-philen” Töchter“.

Dienstag, 21. Mai
Im Bastelraum war das Ziel des heutigen Tages das fertig bemalen der Cajatons, derweil die “Sing- & Musizier-Gruppe” weiter an den Schweizer Liedern feilte, und ab und zu auch noch ein neues ins Repertoire nahm. Am Nachmittag verzog sich dann endlich für einige Stunden der Dauerregen, also hiess es: Raus an die frische Luft. Beziehungsweise nur vorübergehend, denn die zur Auswahl stehenden Aktivitäten waren Besuch des Hallenbads oder des Brockenhauses. Die erstgenannte Aktivität sprach nur zwei Gäste an, der grosse Rest hoffte auf ein Schnäppchen im Brockenhaus. Und sie wurden nicht enttäuscht, fast alle verliessen die coole Brocki Ilanz mit einer oder mehreren Neuerwerbungen. Danach stand noch eine knappe Stunde Wirtschaftsgeografie auf dem Tagesplan.
Im Lagerhaus zurück, erfuhren wir, dass die Badegruppe kein bisschen nass wurde beim Baden, was vorallem am wegen Umbau geschlossenen Hallenbad lag. Am Abend war freies Spielen angesagt. Einige spielten UNO, andere puzzelten in einer Ecke stillvergnügt vor sich hin.

Mittwoch, 22. Mai
Auch der heutige Tag stand wieder ganz im Zeichen von Schweizer Musik mit geografischem Bezug. Und so wurde die Casa Caltgera den ganzen Tag über mit Klängen unserer Schweizer Reise erfüllt. Das “Munotglöcklein” untermalte Feriengast Thomas mit seinem Glockenspiel, bei den über den Gotthard fliegenden “Brämen” wurde unser insieme-Chörli von Tobias am Klavier unterstützt. Einen weiteren Auftritt hatte Tobias mit der dezenten Begleitung von Brigittes solistisch gesungenem “L’inverno è passato” sowie Thomas mit seinem Dirigat der Wilhelm-Tell-Ouvertüre. Die wurde dann zwar wieder ab Tonträger gespielt, dafür lautstark von Schlaghölzern unterstützt. Und – last but not least – drifteten wir zwischendurch auch richtig in den rockigen Bereich ab, denn Dario hatte seine E-Gitarre mit dabei, auf der er sich zwar hauptsächlich stundenlang alleine beschäftigen konnte, mit der er sich aber auch für zwei Rockmusik-Klassiker einspannen liess: Die “Alperose” von Polo Hofer und “Smoke on the Water” von Deep Purple, welches wir allerdings kurzerhand auf Schweizerdeutsch umdichteten und deshalb “Rauch überem Wasser” sangen. Und es galt nun auch, allmählich eine sinnvolle Reihenfolge der Lieder und Musiktücke zu finden, eine, die einer möglichen Schweizer Reise entsprach. Ein japanischer Tourist schlendert ja auch nicht am Morgen über die Kapellbrücke in Luzern, fährt dann auf’s Jungfraujoch, besichtigt am Abend noch das Löwendenkmal, um schliesslich im Grand Hotel Interlaken zu nächtigen. Der geneigte Leser weiss was ich meine.
Am Abend “durfte” man etwas früher nach Bettenhausen als sonst, denn der Donnerstag würde ein intensiver anstrengender Tag werden.

Donnerstag, 23. Mai
Am Vormittag feilten wir an unserem Konzertprogramm weiter, wobei besonders das Stück mit den Schildern, die W. Nuss von Bümpliz, noch intensiv geübt werden musste. Schilder? Wird sich der aufmerksame Leser nun fragen. Das ging so: Ab Tonträger würde das Lied abgespielt, und bei jedem markanten Wort musste synchron zum Text das passende Schild (z.B. ein Bild von Bümpliz, einer Strasse, eines Gases) hochgehalten werden. Am Nachmittag dann der wohlverdiente grosse Ausflug der Woche. Per Postauto oder insieme-Bus ging’s nach Ilanz, dort bestiegen wir die Rhätische Bahn, die uns durch die malerische Rheinschlucht in kurzer Fahrt zum absoluten Top-Spot derselben brachte, zum Bahnhof Versam-Safien, wo aber – wie der Name nämlich schon vermuten lassen würde – weit und breit weder ein Versam noch ein Safien zu sehen war, dafür aber beeindruckende Felsformationen und Höhlen über dem hier noch sehr jungen Rhein. Und natürlich ein Beizchen, das an Gemütlichkeit kaum zu übertreffen war, wie schon der Beiname “zur Einkehr und Stille” suggerierte. Wobei wir vorallem der ersten Einladung, der Einkehr, bestens zu folgen vermochten, hingegen die Stille noch etwas steigerungsfähig gewesen wäre. Am Abend gab’s noch einen kleinen Querschnitt durch das Filmschaffen von insieme Zürich der letzten zehn Jahre. Neben dem allerneusten Streifen der Filmferien 2018 durfte natürlich auch der ziemlich in die Jahre gekommene “Stirnimaa” nicht fehlen, bei dem zahlreiche bekannte Schweizer Lieder filmisch umgesetzt wurden.

Freitag, 24. Mai
Heute vormittag übten wir zuerst nochmals die komplizert W. Nuss mit den Schildern, dann spielten wir das ganze Programm mal wie im Ernstfall durch. Es galt nun auch, die “Umbaupausen” zwischen den einzelnen Stücken auf ein Minimum zu reduzieren. Zudem konnte der Moderator unserer Aufführung – Mitleiter Nicky musste nicht lange überredet werden, er ist angehender Journalist – mal überlegen, was er so erzählen wollte zwischen den Stücken. Danach waren wir wirklich top vorbereitet für den grossen Auftritt am Sonntag. Am Nachmittag gab’s zuerst eine ganz lange Siesta, für die Disco am Abend wollten wir ja möglichst frisch und ausgeruht sein. Dann überraschte uns Hausleiterin Edith noch mit einem unverhofften Zvieri-Dessert, und anschliessend war Packen und Aufräumen angesagt. Nach dem Abendessen stieg im abgedunkelten grossen Saal unsere Disco, die diesmal mit zwei Besonderheiten aufwartete: Am DJ-Pult waren erstmals zwei Personen am Wirken, der Ferienleiter mit seiner bewährten insieme-Discomusik-Sammlung, aber auch Feriengast Dario, der nun seine E-Gitarre mit dem Mac ausgetauscht hatte und ebenfalls tollen Sound zum Abtanzen beisteuerte.

Samstag, 25. Mai
Heimreise! Etwas früher als sonst krochen wir aus den Federn, begaben uns zum letzten üppigen Caltgera-Frühstück und warteten dann etwas länger als uns lieb war auf den Reisebus, der uns dann aber sicher und durch geschickte Routenwahl auf den letzten Kilometern durch Zürich auch zügig, zum Carstandplatz Sihlquai zurückbrachte, wo vor genau einer Woche unsere musikalische Schweizer Reise begonnen hatte. Wir verabschiedeten uns nur halbherzig voneinander, was bei der fantastischen Stimmung untereinander in der Ferienwoche etwas erstaunen mag, was aber schlichtwegs daran lag, dass wir uns am Sonntag ja (fast…;-)) alle bei der Abschlussvorstellung im insieme-Treff wiedersahen!

Christoph Allemann, Ferienleiter


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