• Datum:

    26.05.2018 - 09.06.2018

    Ferienleitende gesucht:

    nein

    Angebot:

    Jugendliche/Erwachsene

    Status:

    Bericht lesen

Mallorca ist die grösste der Balearen-Inseln und an rund 300 Tagen im Jahr scheint die Sonne! Im Süden von Mallorca befindet sich unser Ferienort Cala Santanyi mit einer wunderschönen Badebucht, welche wir vom Hotel über eine lange Treppe erreichen. Die Bucht grenzt direkt an das Naturschutzgebiet und lädt zum Baden ein. Wir werden auch die Gelegenheit nutzen, die interessante Insel mit Ausflügen und Spaziergängen zu entdecken.

Für Jugendliche und Erwachsene • Spaziergänge • Baden im Meer

Wo:
Hotel Pinos Playa, Cala Santanyi, Mallorca

Kosten:
Fr. 2’300.- Doppelzimmer*
Fr. 2’700.- Einerzimmer*

 

Reisebericht Mallorca 2018

Am 26. Mai 2018 war es wieder soweit, wir trafen uns am vereinbarten Treffpunkt am Flughafen um mit insieme Zürich nach Mallorca zu fliegen. Für mich war es das 4. Mal, dass ich in glückliche und erwartungsvolle Gesichter schauen durfte, die darauf brennen ans Meer zu fliegen. Es war allerdings das 1. Mal, dass ich als Teil der Hauptleitung unterwegs war. Ich war gespannt, zugegebenermassen hatte ich allerdings auch etwas Lampenfieber. Jeder der Monika Fehlmann kennt, weiss, es ist nicht einfach in ihre Fussstapfen zu treten. Mit ihrer Persönlichkeit, ihren tollen Geschichten und ihrem Engagement für <b<insieme und die Menschen, hat sie mich doch sehr bald angesteckt und dazu beigetragen, dass ich nun schon das 4. Mal in Folge dabei bin.

Am Flughafen kam schnell das Gefühl auf, man sei erst gestern an eben dieser Stelle gestanden, und habe die verschiedenen Teilnehmer in Empfang genommen. Die meisten Teilnehmer waren allerdings schon alte Mallorca-Hasen und es bedurfte nicht vielen Worten um die Gruppe sicher durch den Flughafen in unser Flugzeug zu lotsen.

Die Ankunft im Hotel gestaltete sich, wie schon im letzten Jahr, etwas chaotisch, hatte es doch schon wieder ein Problem bei der Zimmerreservation gegeben. Obwohl Monika sehr früh für uns reserviert hatte, waren wir plötzlich auf drei verschiedene Stockwerke verteilt und mussten uns erstmal zurechtfinden. Keiner der Teilnehmer hatte sich jedoch beschwert und die Stimmung blieb zufrieden und ausgelassen. Am Ende des Tages hatte jeder sein Bett gefunden und das Leiterteam konnte an dieser Stelle schon mal auf einen reibungslosen Anreisetag zurückblicken.

Das Wetter war in diesem Jahr insgesamt weniger warm und sonnig als im letzten Jahr, was jedoch der guten Stimmung am 1. Ferientag keinen Abbruch tat. Wir versammelten uns am Strand und warteten geduldig auf die Sonne. Am Nachmittag kam diese dann auch zum Vorschein, und es wurde gebadet, gelacht und Boccia gespielt. Die Gruppe war in diesem Jahr sehr homogen und friedlich, es gab wenig Streit und die Meisten wirkten den ganzen Tag rundum glücklich, und fielen am Abend müde aber zufrieden ins Bett.

Es ist jedes Jahr wieder eine grosse Bereicherung für uns Leiter, Zeit mit den Mallorca-Teilnehmern zu verbringen und wohl nicht nur eines meiner persönlichen High Light des Jahres. Niemand von uns Leitern empfindet es als Opfer, zwei Wochen Ferien zu nehmen um das Ferienangebot zu begleiten, auch wenn dies von Aussenstehenden oft so betrachtet wird. Es bedarf tatsächlich immer einigen Erklärungen im Vorfeld, warum man denn in seiner Freizeit auch noch arbeiten wolle, und dies auch noch auf solch anspruchsvollem Gebiet. Jeder der schon mal ein Ferienangebot von insieme Zürich begleitet hat, weiss, dass man mehr zurückbekommt als man gibt, und es ein unglaublich schöner Ausgleich ist für die Mühen des Alltages in unserer hektischen und leistungsorientierten Gesellschaft.

Das Inklusion nicht nur ein Wort ist, sondern tatsächlich gelebt wird, zeigt sich im Ferienangebot auf Mallorca jedes Jahr wieder sehr deutlich. Der Umstand, dass wir uns in einem Hotel befinden mit vielen anderen Gästen führt immer wieder zu Berührungspunkten zwischen den Teilnehmenden und den anderen Hotelgästen. Es handelt sich dabei fast ausschliesslich um schöne und interessante Begegnungen. Die Reaktionen der anderen Gäste beweisen, dass die einnehmende und offene Art unserer Teilnehmer viele Herzen erwärmt und viele Vorurteile im Keim erstickt.

Am Donnerstag fuhr die Gruppe dann auf eine Inselrundfahrt. Ein Besuch in einer Lederfabrik gehörte genauso zum Programm, wie die Fahrt mit dem Reisebus über enge und steile Passstrassen nach Sa Calobra. Dort nahmen wir mit einem wunderschönen Blick auf die idyllische Bucht das Mittagessen ein. Anschliessend folgte eine flotte Schifffahrt nach Puerto Soller. Der Wellengang bescherte nicht nur einigen Teilnehmenden ein mulmiges Grummeln im Bauch. Nach einer kurzen Kaffeepause bestiegen wir eine historische Straßenbahn und fuhren weiter nach Sóller. Es folgte eine längere Fahrt mit der berühmten Holzeisenbahn genannt „roter Blitz“. Die Fahrt führte durch viele Tunnels und vorbei an vielen Zitronen- und Orangenbäumen durch das grüne Hinterland.

Der Freitag wurde dann wieder von Sonne und Wärme dominiert und die Gruppe verbrachte einen gemütlichen Tag am Strand. Die Stimmung war ausgesprochen friedlich und man gewann den Eindruck, dass die Teinehmenden mit sich und der Welt rundum zufrieden sind. Unsere Wasserratten konnte das, noch kühle Meer, nicht abschrecken, und die Sonnenanbeter kamen genauso auf ihre Kosten wie die Kaffeetrinker und Bocciaspieler.

Am Samstag freuten sich dann alle auf den Ausflug auf den Wochenmarkt nach Santany, eines der High Lights für die Teilnehmer und eine der grösseren Herausforderungen für das Leiterteam. Es wurden verschiedene Mitbringsel und Assecoirs gekauft und die Leute zeigten sich selbst beim Handeln mit den Marktleuten selbstsicher und gewandt. Fabian, der schon traditionsgemäss ein Sommerkleid für seine Mutter sucht, bekam sogar einen ganz speziellen Preis. Die Verkäuferin freute sich sehr darüber, dass ein junger Mann ein Geschenk für seine Mutter sucht, statt sich selbst etwas zu kaufen. Ein Teil der Gruppe nahm den Heimweg dann zu Fuss in Angriff, die andere Hälfte fuhr mit Auto oder Bus zurück zum Strand, wo wir uns alle wieder zum Mittagessen trafen. Der Abend wurde dann von einer Zaubershow im Hotel abgerundet und die Gruppe machte nach dem Ende der Show einen müden aber zufriedenen Eindruck.

Am Sonntag Morgen begrüsste uns eher unfreundliches Wetter, es regnete dann im Verlauf des Morgens tatsächlich auch noch heftig. Wie durften jedoch wie im letzten Jahr den Keller des Hotels nutzen, um mit unseren Leuten im Trockenen zu spielen, Musik zu hören oder einfach gemütlich zusammen zu sitzen. Zum Mittagessen trafen wir uns dann wieder am Strand in unserem Stammlokal. Der Sonntag konnte von den Teilnehmern individuell gestaltet werden. Am Abend vergnügten sich Teilnehmer und Leiter beim Fussballmatch Schweiz-Spanien, der Match war mässig spannend, die Animation von insieme dafür umso besser. Die anderen Hotelgäste amüsierten sich wohl eher über uns als über den langweiligen Fussballmatch.

Der Montag Morgen stand wiederum ganz im Zeichen von Sonne, Strand und Meer. Das Wetter war herrlich und die Stimmung gut. Die Teilnehmenden wussten bereits, dass am Abend der traditionelle Ausflug auf die Finca mit Esel reiten, Grillen und Musik bevorstand, ein High Light für Teilnehmer und Leiterteam. Für mich ist es der 4. Ausflug auf die Finca und ich freue mich jedes Jahr aufs Neue speziell darauf, die glücklichen und strahlenden Gesichter zu sehen. Die Ausgelassenheit und Freude, mit der die Teilnehmer diesen Abend gestalten ist ansteckend, und beweist wie viel Lebensqualität und Fröhlichkeit die Teilnehmer an den Tag legen.

Die zweite Woche vergeht jedes Jahr immer wie im Flug, bereits am Dienstag kümmerte sich die Hauptleitung um den Transfer am Samstag zum Flughafen. Mit Wehmut schaut man bereits dem Ende dieser wunderbaren Zeit auf Mallorca entgegen. Am Abend wurde im Hotel wieder eine Show geboten und die Teilnehmer freuten sich nach einem Tag am Strand auf die Abwechslung. Es schien die Stammgäste nicht zu kümmern, dass sie die Shows bereits in und auswendig kennen. Die Stimmung war grösstenteils entspannt und friedlich.

Die „neue Hauptleitung“ wurde natürlich nicht von Monikas Spässen verschont und auf die Probe gestellt. Nicht wenige Lacher, auf Kosten der Neulinge, amüsierten die Teilnehmer und natürlich auch die neuen Hauptleiter. Die Teilnehmenden schienen jedoch die Veränderung zu akzeptieren und brachten mit ihrem Vertrauen und ihrem besondern und ansteckenden Humor nicht nur das Leiterteam zum Lachen. Ob beim Frühstück, am Strand oder an der Hotelbar gewann man auch in diesem Jahr wieder den Eindruck, dass gerade die Teilnehmer von insieme Zürich, Stimmung und Freude in die Gesichter der anderen Gäste zauberten. Einige der Gäste kommen ebenfalls jedes Jahr wieder nach Mallorca und begrüssen unsere Leute wie gute alte Bekannte. Javier, der seit Jahren an der Hotelbar arbeitet, erzählt mir, dass die Mitarbeiter des Hotels sich kaum noch vorstellen können, dass wir nicht die zwei Wochen Ferien mit insieme bei ihnen verbringen. Sie haben die Teilnehmer ins Herz geschlossen und wissen so Einiges zu erzählen von vergangenen Zeiten, wie zum Beispiel als Fabian noch klein war und viele Flausen im Kopf hatte. Inzwischen ist er ein junger Mann, liebenswert und hilfsbereit, jederzeit bereit andere zu unterstützen und zu motivieren.

Die restliche Woche verbrachten wir grösstenteils am Strand, auch wenn das Wetter nicht ganz perfekt war und sich doch einige etwas erkältet hatten. Die Stimmung blieb jedoch mit wenigen Ausnahmen weiterhin friedlich, fröhlich und lustig. Der Gruppe in diesem Jahr gebührt ein grosses Lob in Sachen Zuverlässigkeit und sozialer Kompetenz! Das Leiterteam zeigte sich ebenfalls harmonisch und einheitlich, zu vielen Spässen mit den Teilnehmern aufgelegt.

Freitag dann der letzte Tag, ganz im Zeichen der Sonne und des Abschiedes. Am Abend schon traditionsgemäss der Spaziergang nach Cala Figuera, einem kleinen, bezaubernden Fischerdörfchen. In einem gemütlichen Restaurant mit herrlicher Aussicht auf die Bucht und den kleinen Hafen wurde von Pizza bis Fisch geschlemmt und friedlich geplaudert. Auch hier schienen unsere Leute zur Unterhaltung der anderen Gäste beizutragen. Als dann zum Abschluss einige der Teilnehmer eine kleine Ansprache hielten, und sich bedankten für die tolle Zeit mit dem Leiterteam auf der Insel, waren wir sehr gerührt und dankbar. Die Teilnehmenden auf diese Reise begleiten zu dürfen empfinde ich persönlich als grosse Bereicherung. Jedes Jahr fällt es doch sehr schwer sich wieder für ein Jahr zu verabschieden und in die manchmal doch farblose Realität des Alltages zurück zu kehren. Die wunderschönen und berührenden Bilder von unserem Hoffotografen Pascal versüssen jedoch jeweils den Abschied und lassen einen die zwei wunderschönen Wochen nochmals durchleben. Danke Pascal für die wunderbaren Bilder!

In diesem Sinne Hasta Luego Mallorca, bis zum nächsten Jahr! Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmer und Leitenden für die zwei schönen Ferienwochen und die vielen schönen Anekdoten und Erinnerungen im Gepäck.

Mona Hert


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