• Datum:

    19.05.2018 - 26.05.2018

    Ferienleitende gesucht:

    ja

    Angebot:

    Jugendliche/Erwachsene

    Status:

    Bericht lesen

Wir begeben uns auf eine musikalische Reise und stellen gemeinsam ein Musikprojekt auf die Beine! Eine Woche lang werden wir an diesem Projekt arbeiten, werden zusammen singen, tanzen und musizieren. Im Anschluss an die Ferien führen wir unser Stück auf der grossen Bühne im insieme-Treff in Oerlikon auf. Natürlich bleibt auch genügend Zeit für das gemütliche Beisammensein sowie für kleinere Ausflüge in die schöne Umgebung von Laax.

Für Jugendliche und Erwachsene • Freude am Singen / Musizieren

Wo:
Casa Caltgera, Laax

Kosten:
Fr. 650.- Doppelzimmer*
Fr. 850.- Einerzimmer*

 

Kursbericht Musikferien Laax, 19.-26. Mai 2018

Samstag, 19. Mai
Etwas später als wie geplant um 10.00 Uhr – ein Feriengast dachte, diese Ferien seien eine Woche später – fuhr unser bis fast auf den letzten Platz besetzter Reisecar ab in Richtung Laax, in die offenbar immer beliebteren Musikferien. Die vierte Auflage hatte einen neuen Teilnehmer(innen)-Rekord zu verzeichnen. In der altbekannten Casa Caltgera gab’s zuerst grad ein feines Mittagessen, dann machten wir uns auf zum Zimmerbezug, ans Auspacken und Einrichten. Nach einer kurzen Siesta gab es eine nicht ganz alltägliche aber bestens zu Musikferien passende Vorstellungsrunde: Jeder und jede die dran war durfte, zusätzlich zu ein paar Worten über sich selbst, noch etwas Musikalisches vortragen, oder ein Lied wünschen, das man dann zusammen sang, oder auch nur sagen, welche Art Musik ihm/ihr besonders gefällt. Am Abend wurden die neusten Ergebnisse aus insieme Film- und Kreativ-Ferien an die Wand gebeamt. So kurz vor Beginn der Fussball-WM durfte natürlich auch der Beitrag von insieme zum diesem Thema nicht fehlen.

Sonntag, 20. Mai
Unsere Woche startete sehr gemütlich: Ausschlafen und Brunchen war angesagt, denn es war ja schliesslich Sonntag. Dann teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Die einen übten zu ein paar wohlbekannten Hits (Macarena, Hände zum Himmel, Gangnam Style) die wohlbekannten Moves und Choreographien. Die anderen verzogen sich in den Keller, wo ein paar geheimnisvolle grosse Schachteln standen. Was wartete da auf uns? Das Geheimnis lüftete sich beim Öffnen derselben: Es waren Bausätze für Cajons. Damit war ein Teil unseres Wochenprogramms schon mal vorgegeben. Zuerst galt es die Einzelteile mit Klebeband zusammenzusetzen, und dann mussten die Dinger ja auch noch schön bemalt werden. Diese südamerikanischen Rhythmusinstrumente hatten wir schon die vorderen beiden Jahre gebastelt, aber weil auch diesmal sehr viele neue Gesichter mit dabei waren, konnte man dieses Kreativprogramm ruhigen Gewissens nochmals anbieten. Am Nachmittag machten wir uns auf zum obligaten Dorfspaziergang mit ebenso obligatorischer Berücksichtigung des lokalen Gastgewerbes. Das Feriengeld wollte ja auch nicht lange untätig in den Portemonnaies rumliegen. Nach dem Abendessen gab’s eine Singrunde. Mit Begleitung des Hauptleiters am Klavier – und zwischendurch auch mal eines super klavierspielenden Teilnehmers – wurde geträllert was einem gerade in den Sinn kam.

Montag, 21. Mai
Heute wurde getauscht: Wer gestern beim Cajon-Basteln war, ging heute in die Tanzgruppe, und umgekehrt. Am Nachmittag gab es für jene, die sich dafür interessierten, ein „Workshop“ für Glasharfe und Bierflaschenpanflöte. Etwas genauer ausgedrückt heisst das: Es wurde (im Anfangsstadium) der Ton gesucht, und (später) Musik gemacht auf mit unterschiedlichen Wassermengen gefüllten Weingläsern und Bierflaschen. Ersteres mittels Kreisen einer angefeuchteten Fingerkuppe auf dem Glasrand, das zweite durch Blasen im richtigen Winkel der Flaschenöffnung entlang. Es war ein eher kleines Grüppchen von Gästen, welche sich an dem wie wir es nannten „Alkoholiker-Orchester“ beteiligte, aber diese paar Leute waren voller Enthusiasmus bei der Sache. Was könnte man an einem Montagabend veranstalten? Genau, ein Montagsmalen!

Dienstag, 22. Mai
Im Bastelraum war das Ziel des heutigen Tages die Fertigstellung des Cajons, oder präziser gesagt, die Terminierung der eigentlichen Bastelarbeiten daran, denn vom Mittwoch an sollte ja mit dem Bemalen begonnen werden. Und beim Tanzen galt es für die Leiter herauszufinden, welche Stücke im Endeffekt ins Schlusskonzert integriert werden konnten, und welche für 6 Tage Probezeit dann doch etwas hochgegriffen waren. Am Nachmittag hiess es dann wieder: Raus aus dem Haus! Der malerische Caumasee – an der Arbeit des Malers wäre vor allem die Abmischung der verschiedenen Blautöne bewundernswert – war unser Ziel. Teils mit dem Postauto, teils mit dem insieme-Mercedes ging’s nach Films Waldhaus, von wo dann allen noch ein 10-minütiger bequem leicht abwärts führender Spaziergang bevorstand, der aber nicht mal ganz zum See runter führte, sondern bei einem Gefährt wie eine Kreuzung aus Lift und Standseilbahn endete, das einem dann flugs zum See runter brachte. Am Abend konnten Gäste und Leiter/innen aus vier (!) zur Auswahl stehenden Filmen abstimmen, welchen sie sehen wollten. Es siegte Adriano Celentanos „Gib dem Affen Zucker“.

Mittwoch, 23. Mai
Heute begannen – wieder in zwei „Schichten“ – die Malarbeiten an den Cajons, und dabei haben so einige nicht nur eine oder zwei, sondern sogar drei Schichten Farbe aufgetragen. Sollte irgendwo im Innern des Instruments nicht ganz so akkurat geklebt worden sein, jetzt, mit diesen Schichten von Farbe, würde es bestimmt trotzdem ganz gut zusammenhalten. Und es wurde auch wieder aus voller Kehle gesungen heute, denn was wäre eine Musikwoche ohne regelmässige gesangsvereinliche Aktivitäten! Dass es dabei mit der Textgenauigkeit nicht so genau genommen wurde, störte niemanden wirklich, obwohl die Verständlichkeit eines Liedes doch sehr leidet, wenn 2-3 Leute lautstark jedesmal den Text der 1. Strophe singen, während die des Lesens Kundigen die zweite, dritte, vierte und eventuell noch weitere Strophen wählten. Daneben galt es nun langsam, unsere gelernten Musikstücke zu einem abwechslungsreichen Konzertprogramm zusammenzustellen. Als Abendprogramm das in einer Musikwoche unvermeidliche Karaoke. Die Gelegenheit für alle, nebst all den in unseren diversen Workshops erklingenden Stücken auch mal den ganz eigenen Musikgeschmack zu präsentieren.

Donnerstag, 24. Mai
Heute mussten wir die Malerarbeiten am Cajon zu einem Abschluss zu bringen. Man wollte das Ding ja noch vor der Heimreise auch mal zum Ertönen bringen, und das ist ja nun mal bedeutend Hände- und Kleider-schonender, wenn die Farbe schon wirklich trocken ist. Am Nachmittag stand der grosse Ausflug unserer Woche an. Per insieme-Bus oder Postauto ging’s runter nach Ilanz, wo für die Teilnehmer des letztgenannten Verkehrsmittels eine ziemlich knappe Umsteigezeit von 3 Minuten zur Verfügung stand, um den Zug zu erwischen. Dieser fuhr uns dann durch die unglaublich malerische Rheinschlucht nach Versam-Safien, wo wir wieder ausstiegen und den Fahrplan der Rhätischen Bahn etwas durcheinander brachten, weil die hohen steilen Stufen runter vom Zug doch für einige eine Herausforderung waren. Sportlich ging es weiter. Ein kurzer Spaziergang führte uns ans Ufer des Rheins, an die vermutlich schönste Stelle der gesamten Schlucht. Dann statteten wir dem alternativen LINX-Beizli – praktisch zwischen Rheinufer und Bahnhof gelegen – einen Besuch ab. „Einkehr und Stille“ stand auf einem Schild beim Eingang. Dem ersten vermochten wir zu folgen, wir „kehrten“ ja schliesslich „ein“, das zweite (die Stille) gestaltete sich etwas schwieriger. Ausser in den Momenten, wo man gerade einen Bissen Kuchen, einen Löffel Coupe oder einen Schluck Kaffee im Mund hatte… Das Abendprogramm bestand aus einer Töggeli-WM. In verschiedenen, nach mehr oder auch weniger zu favorisierenden WM-Teilnehmern benannten, Mann- bzw. Frauschaften (oder auch gemischten Doppels) wurde am Töggelitisch im Keller – die Cajons standen nun mal nicht im Mittelpunkt sondern trockneten daneben auf den Tischen ruhig vor sich hin – um Ruhm und Ehre, und natürlich auch um ein noch unbestimmtes Siegergeschenk, gespielt.

Freitag, 25. Mai
Der letzte ganze Ferientag, was ist da bei insieme einfach ein „must“? Ja richtig: Das „Lädele“. Besonders Feriengeld ist ja dazu da, ausgegeben zu werden, und zwar möglichst restlos. Was war da zweckdienlicher als ein Ausflug nach Bilanz, wo doch etwas mehr allgemein-brauchbare Läden platziert waren als etwa in Laax oder Flims. Am Nachmittag gab’s einen Ernstfall-Durchlauf des Schlusskonzerts, dann wurde gepackt und aufgeräumt. Für zwei der Ferienteilnehmer – es war ein Paar – ging’s schliesslich noch ins „Filmstudio“. Die Ansagen für die einzelnen Musikstücke unseres Abschlusskonzerts wollten wir mit kurzen Film-Einspielungen machen, wo besagtes Paar an den exotischsten Orten dieser Welt steht – Greenscreen, die Technik mit dem grünen Tuch, macht’s möglich – und eben die jeweiligen zum Land passenden oder im Land entstandenen Titel vorstellt.
Der letzte Abend natürlich dann ganz im Zeichen einer fröhlichen Disco. Ausgelassen tanzten alle zu Hits der 70er, 80er, 90er usw. bis hin zu topaktuellen “Charts-stürmenden” Hits der Gegenwart.

Samstag, 26. Mai
Die Heimreise stand vor der Tür, und niemand mochte sie so wirklich gern hereinlassen, fingen wir doch an, uns so richtig wohl zu fühlen in der Casa Caltgera und in Laax. Aber es war unumgänglich, Stadt und Agglomeration Zürich warteten auf uns, und ganz besonders wartete diesmal auch der insieme-Treff an der Regensbergstrasse, denn dort sollten um Punkt 16 Uhr die ersten Klänge unseres Abschlusskonzerts durch die Räume hallen. Kurz nach eins fuhr der Car beim Treff vor, wir versuchten mit unseren Koffern eine nicht allzugrosse Fläche des Trefflokals in Beschlag zu nehmen, und dann gab es noch, quasi zum „Z’Mittag“, einen leckeren Kuchen, weil heute ein Feriengast Geburtstag feierte. Danach richteten wir uns im Saal ein, spielten das Eröffnungsstück zur Sicherheit nochmals durch, und dann war auch schon fünf vor drei, bevor überhaupt so etwas wie übertriebenes Lampenfieber ausbrechen konnte. Konzentriert schifften wir uns durch die zahlreichen abenteuerlichen Passagen unserer „Musikalischen Reise“, dann wurden wir mit einem tosenden Schlussapplaus für all die Geduld und das mitgebrachte und ins Projekt gesteckte Herzblut entlohnt. So manch ein Song klang wohl bei so manchen auf der individuellen Heimreise noch als Ohrwurm im Gehörgang weiter!

Christoph Allemann, Ferienleiter


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